Eine Verwandlung
Viele Bewährungsproben machten den Weg frei für eine „Gute Zeit”. Vom Jahrtausendwechsel in die Gegenwart.
Der Eintritt ins neue Jahrtausend brachte neben einem digitalen Quantensprung im Tourismus vor allem eine mutige strategische Erkenntnis: Wahre Qualität entsteht dort, wo Quantität weicht.
Ein schicksalhafter Winter traf dann die Familie hart. Ein verheerender Großbrand zerstörte 2005 den historischen Stadl vollständig. Das Herzstück des gesellschaftlichen Lebens in der Eich war in der Kürze einer Nacht Geschichte. Verzagen? Nein, die Familie rückte noch enger zusammen. Zudem war die Hilfsbereitschaft aus der Region überwältigend.
Noch im selben Jahr begannen die Arbeiten und Umplanungen für den Wiederaufbau. Man entschied sich gegen eine Rekonstruktion des beliebten Stadels. Zwei Jahre nach dem Brand präsentierte sich der Eichingerbauer vollkommen neu aufgestellt: Ein moderner, architektonisch ansprechender Erbhof, der die Wunden des Brandes hinter sich gelassen hatte.
Sabine Sperr-Lehrl – ihre ältere Schwester Maria hat sich beruflich anderweitig entschieden – und ihr Mann Norbert Sperr – haben 2009 den Betrieb übernommen. Die neue Generation entschied sich bewusst gegen ein quantitatives Wachstum. Mit maximal 90 Gästen war Großzügigkeit und ein starkes persönliches Beratungsumfeld fortan ihre Maxime – mehr Raum und Aufmerksamkeit für eine gute Zeit in der Eich.
In den 2010er-Jahren hielt dieser Geist der Erneuerung auf allen Ebenen Einzug. Das alte Stammhaus wurde 2014 abgerissen und mit einer hochwertigen, moderne Holzbauweise fanden Tradition und Zeitgeist zueinander. Heimisches Eichen- und Fichtenholz sowie eine helle, lichtdurchflutete Bauweise setzten neue Maßstäbe. Ein Holz-Landhaus mit 25 Doppelzimmer wurde errichtet und verliehen dem Anwesen eine klare Handschrift. Ebenso entstand eine neue Gartenlandschaft samt Erweiterung des Wellnessbereiches.
Mit dem Ableben von Josef Lehrl im Jahr 2020 verabschiedete sich ein großer Visionär und Macher im Tourismus im Salzkammergut. Neben den eigenen, vielfältigen unternehmerischen Leistungen brachte er viele Schulsportwochen ins Mondseeland, baute mehr als 10 Tennisanlagen und war ein umtriebiger Initiator vieler touristischen Maßnahmen.
Als die Welt dann wegen der Corona-Pandemie in den folgenden Jahren bis 2023 immer wieder kurz stillstand, schärften die Gastgeber den Kern des Angebotes auf eine zeitgemäße Art von Rückbesinnung. Der Wunsch nach naturnahem Rückzug und wertvollen Beziehungen war der Meilenstein für die nächste gestalterische Epoche.
Die Verleihung des österreichischen Umweltzeichens 2024 war der Lohn für eine ehrlich gelebte Nachhaltigkeit: Ökologische Energiekonzepte, regionale Wertschöpfung und das Versprechen echter Entschleunigung machten den Eichingerbauer zu einem erholsamen Rückzugsort im Salzkammergut.
So trieb man in den Jahren 2024 bis 2026 die Evolution des Hauses voran: Die historischen Wurzeln verschmolzen harmonisch mit der modernen Positionierung als „Eichingerbauer – Gut in der Eich“. Ein neues Design – geprägt vom Eichenblatt-Symbol, gedeckten Naturfarben und edler Nahbarkeit – übersetzt die Werte des Hauses in eine ästhetische Form. Eine ungezwungen stilvolle und bodenständig wertvolle Gastgeber-Kultur nimmt seither alle Menschen mit auf eine Reise durch das „Gut in der Eich”.
Gegenwärtig leben drei Generationen unter einem Dach. Die Inhaber Sabine Sperr-Lehrl und Norbert Sperr, die Seniorchefin Maria Lehrl, die immer eine passende Anekdote aus der Geschichte parat hat, sowie die beiden Töchter Maria und Sabine. Wer jetzt über die drei Generationen genau mitgezählt hat, stellt fest: dreimal Maria und zweimal Sabine – wow, in der Eich sprüht wirklich der weibliche Charme.
Das betriebliche Portfolio heute
Unterkunft: 45 Wohneinheiten, unterteilt in Einzelzimmer, Doppelzimmer sowie Suiten und Themensuiten (teils mit privater Infrarotkabine oder Sauna)
Gastronomie: Ein À-la-carte-Restaurant mit regionaler Ausrichtung, eigener Wildspezialitäten-Verarbeitung und Sonntagsbrunch-Erlebnissen
Wellness & Erholung: Das „EichSPA“ inklusive Saunalandschaft, Private-SPA-Bereichen, Kosmetikabteilung („EichBEAUTY“)
Sport & Freizeit: Eigene Tennisplätze, der Fitnessbereich „EichingerPower“ sowie Kooperationen mit 13 regionalen Golfclubs
Großzügige Gartenanlage: mit vielen heimeligen Ruhe- und Liegeplätzen samt Außenpool sowie hoteleigenen Badeplätzen direkt am Mondsee
Die Evolution 2000 – 2026 im Überblick
2000er-Jahre:
(Qualitätsoffensive & Schicksalsjahr 2005): Erhöhung der Ausstattungsstandards, Reduzierung der Bettenzahl für mehr Privatsphäre sowie erster digitaler Webauftritt. Nach einem Großbrand im Winter 2005 entschied sich die Familie bewusst für Neugestaltung statt Rekonstruktion.
2005 (Das Schicksalsjahr & der Zusammenhalt):
Nach dem verheerenden Großbrand stand die Familie vor den Trümmern des Wirtschaftsgebäudes. Doch anstatt aufzugeben, führte die Welle der Hilfsbereitschaft aus der Mondseer Bevölkerung, von Nachbarn und regionalen Handwerkern zu einem tiefen Gefühl des Zusammenhalts und der Entschlossenheit.
Noch im selben Jahr begannen die Aufräumungsarbeiten und die Umplanungen für den Wiederaufbau.
2006–2007 (Der Wiederaufbau & der architektonische Mut):
Der Wiederaufbau des Stadels wurde nicht einfach als Kopie des Alten realisiert, sondern als zukunftsweisendes Projekt. Man entschied sich für eine hochwertige, moderne Holzbauweise, die Tradition und Zeitgeist verband.
2010er-Jahre:
(Architektur & Ökologie): Fünf Jahre nach dem Brand präsentierte sich der Eichingerbauer vollkommen neu aufgestellt: Ein moderner, architektonisch ansprechender Erbhof, der die Wunden des Brandes hinter sich gelassen hatte. Die Etablierung nachhaltiger Energiekonzepte und die Ausrichtung auf das Gästeversprechen der Entschleunigung gingen mit den baulichen Maßnahmen einher.
2020–2023:
(Krisenfestigkeit & Re-Focusing): Nutzung der weltweiten Reiseeinschränkungen zur Schärfung des Gesamtkonzepts. Die Identität als historischer Erbhof seit 1739 wird zum Nabel der Markenentwicklung hin zu einem unbeschwerten Ort für eine gute Zeit.
2024–2026:
Marken-Transformation & Gute Zeit): Strategische Verschmelzung der Wurzeln (Eichingerbauer) mit dem modernen Markenauftritt (Gut in der Eich). Einführung des neuen Corporate Designs mit Eichenblatt-Symbol und Positionierung im Segment des unaufgeregten, hochwertigen guten Zeit.

