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  • Klettersteig Drachenwand, © Verena Helminger
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03. Juli 2020

Der Drachenwand Klettersteig: dem Himmel so nah ...

von Sabine Sperr-Lehrl

Der Klettersport hat sich in den letzten Jahrzehnten enorm verändert. Was einst als waghalsige (und manchmal auch sehr riskante) Herausforderung für Abenteurer und Extremsportler begann, hat sich inzwischen zu einer der beliebtesten Freizeitaktivitäten für Aktivurlauber entwickelt. Kein Wunder: Im Laufe der Zeit entstanden immer mehr Klettersteige, die jedem geübten Kletterer die Möglichkeit geben, luftige Höhen zu erklimmen und dabei atemberaubende Bergpanoramen zu genießen.


Auch in der Mondsee-Region gibt es einen solchen Klettersteig. Schon sein Name sorgt dafür, dass die Herzen von echten Ferrata-Liebhabern höher schlagen. Wir möchten Ihnen den Klettersteig Drachenwand heute einmal etwas ausführlicher vorstellen.

Der Drachenwand Klettersteig und sein Verlauf

560 Klettermeter, eine Streckenführung, die mal dem Schwierigkeitsgrad B und mal der Stufe C zugeordnet wurde, dazu jede Menge Abwechslung und fantastische Fernsichten: Das ist der Klettersteig Drachenwand. Er ist der Inbegriff für eine unvergessliche Klettertour und jedem Kraxler ein Begriff.


Startpunkt ist Sankt Lorenz am Mondsee. Stellen Sie Ihr Auto auf dem eigens für Kletterer vorgesehenen Parkplatz neben dem Gasthof Drachenwand ab und folgen Sie der Beschilderung in Richtung Theklakapelle und Drachenwand Klettersteig. Bis zum Einstieg benötigen Sie von der Kapelle etwa 15 Gehminuten.


Direkt hinter der Klausbachüberquerung befindet sich auf einer Seehöhe von 670 Metern die sogenannte „Große Einstiegsleiter“. Gleich im Anschluss folgt die „Kleine Leiter“, von der aus Sie zu einer Scharte gelangen. Hier lohnt bereits eine erste kurze Pause, denn der Blick hinunter auf den Mondsee ist grandios! Jetzt geht es mäßig steil weiter empor. Nach einer kurzen, aber etwas anspruchsvolleren Passage stehen Sie auf einem flachen Grat. An dieser Stelle lassen Sie das Schrofengelände hinter sich und der Fels wird deutlich besser.


Weiter geht es über eine Wand und gestuftes Gelände bis zur sogenannten Franzosenschanze. Sie ist etwas knifflig und bringt sie zu einer Steilwand. Kurz vorher wartet seit einigen Jahren aber noch eine besondere Attraktion: Mutige Kletterer können alternativ eine spektakuläre, 20 Meter lange Hängebrücke bezwingen. Ein „Muss“ ist dies jedoch nicht, und die Variante mündet wenig später auch wieder in die „normale“ Route.


In der Gipfelwand wartet schließlich das große Finale. Vom Ausstieg des Klettersteiges sind es dann nur noch ein paar Schritte bis zum Gipfelkreuz (1060 Meter). Der Fernblick über die Grenzen des Mondsee-Landes hinaus ist von hier oben einfach unbeschreiblich schön!


Doch aufgepasst: Der Abstieg über den „Hirschsteig“ führt Sie anschließend durch hochalpines Gelände. Der alpine Steig wurde der höchsten Schwierigkeitsstufe zugeordnet und erfordert viel Erfahrung. Sie benötigen Trittsicherheit, Schwindelfreiheit sowie Kondition und sollten sich in ausgesetztem Gelände souverän bewegen können.


Dennoch – oder vielleicht gerade deshalb - ist der Drachenwand Klettersteig ein Traum für jeden ambitionierten Kletterer!

Wissenswertes rund um Ihre Klettertour

Insgesamt überwindet der Drachenwand Klettersteig 400 Höhenmeter. Einen Ausstieg gibt es nicht, das heißt, Sie sollten eine gewisse Muskelkraft mitbringen. Die meisten Kletterer benötigen für den Aufstieg etwa zwei Stunden, dies ist aber natürlich nur ein durchschnittlicher Wert. Lassen Sie sich also ruhig Zeit! Auch für den Abstieg sollten Sie 1,5 bis 2,0 Stunden einplanen. Grundsätzlich herrscht am Klettersteig Sicherungs- und Helmpflicht. Sie besitzen keine eigene Ausrüstung? Kein Problem, Sie können das Equipment auch direkt vor Ort ausleihen!


Wir wünschen Ihnen jedenfalls ganz viel Spaß, einzigartige Aussichten und ein faszinierendes Kletter-Erlebnis!